Plattenspieler

So etwa hat es mit Emil Berliners runder Schallplatte angefangen. Erst
wurden die Schwingungen der Schallplatte von der Stahlnadel abgenommen,
dann mit einer Membran hörbar gemacht, zur Verstärkung
wurde an die Membran ein Trichter angeschlossen. Die ersten Schallplatten
wurden im "Direktschnittverfahren" aufgenommen, die Musiker spielten "live"
in einen Trichter mit der Schneidevorrichtung. Genauso unmittelbar war
die Wiedergabe, bis heute von Liebhabern geschätzt, trotz der starken
Beschränkungen im Tonumfang.
Die folgenden Aspekte beziehen sich allerdings auf spätere Versionen
mit elektrischem Antrieb und deutlich leichteren Tonarmkonstruktionen,
denn Plattenschonung steht heute an oberster Stelle.
Der Antrieb
Sieht man vom Trichtergrammophon mit seinem Direktantrieb ab, dominierte
die längste Zeit die Kraftübertragung vom Motor zum Plattenteller
mit einem Zwischenrad: der Reibradantrieb. Vorteil: niedrige Kosten, leichte
Geschwindigkeitswahl durch Verschieben des Rades auf einem abgestuften
Motoraufsatz. Nachteil: Schlupf, sobald das Rad aushärtet, Rumpelgeräusche.
Mit dem Riemenantrieb wurde die Entkopplung
zwischen Motor und Teller verbessert, das Drehmoment vom schnelllaufenden
Motor heraufgesetzt.
Der Direktantrieb baut auf einen drehmomentstarken
Motor, der auf der Tellerachse das Lager mitbelastet. Um die Vorteile zu
nutzen, muss gleichzeitig die Lagerpräzision extrem gut und beständig
sein, das Chassis muss schwerer sein als der Teller.
Der Riemenantrieb (Bild Mitte), insbesondere mit geregeltem Motor, bietet
den besten Kompromiss zwischen Kosten, Aufwand und Ergebnis. Die hohe Laufruhe
und die Möglichkeit, den Motor mit seinem Störfeld vom Tonabnehmersystem
fernzuhalten, indem er auf der anderen Seite des Tellerlagers montiert
wird, gleichzeitig die Chance, den Motor mit seinen Vibrationen auf einem
separaten Untergrund zu platzieren, während Teller und Tonarm / Tonabnehmer
davon entkoppelt ungestört die Platte abtasten.
Tonarme
Die Führung des empfindlichen Tonabnehmersystems bewerkstelligt der
Tonarm, meist mit einer kardanischen Lagerung, die es ermöglicht,
horizontale Drehbewegungen über den Schallplattenverlauf und
vertikale Bewegungen, z.B. bei welligen Platten oder zum Aufsetzen/Abnehmen
des Tonabnehmers in die Rille. mehr darüber auf der Seite tonarme.html
Tonabnehmersysteme:
Mehr darüber auf der Seite: tonabnehmer.html
Das Zusammenspiel von Schallplatte
Tonabnehmer , Tonarm,
Klangtips:
Ohne Haube klingt jeder Plattenspieler besser!
Statt den Staub in die Rille hineinzuwischen, lieber nach jeder Plattenseite
die Nadel reinigen...
Der Tisch kann entscheidend den Klang beeinflussen
Alle Laufwerke reagieren auf bessere Netzgeräte
Kabel zum Verstärker können entscheidend verbessert werden,
(öffnen, umlöten) usw....
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Tonarmwaage Ortofon DM 15.-
Tonarmwaage Shure DM 49.-
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