In den letzten Jahren waren viele Musikhörer mit ihren Subwoofer-Satellitensystemen
unzufrieden. Wir haben im praktischen Vorführbetrieb immer wieder
Diskrepanzen zwischen Vorstellung und Praxis festgestellt. Praktisch ausnahmslos
jeder Probant konnte sofort mit verbundenen Augen auf den Subwoofer zeigen,
sobald die Satelliten abgeschaltet wurden. Diesen Test kann man zuhause
leicht nachvollziehen. Zwischen der Werbung und dem realen Verhalten von
Subwoofern gibt es reichlich Abweichungen, Gründe genug, Subwoofer
zu meiden, wenn es um reine Musikwiedergabe geht. Oder ihren Einsatz mit
besonderer Sorgfalt zu planen und auf den kritischen persönlichen
Höreindruck nicht zu verzichten, wenn es um Auswahl und Platzierung
geht.
| Die Werbung | Die Wahrheit |
| Subwoofer kann man nicht orten | Angenommen,
reine tiefe Töne unter 80 Hz könne man nicht orten, Tieftöner
erzeugen aber zusätzliche Obertöne (Strömungsgeräusche
am Bassreflexrohr und Klirrfaktor k2/k3 vor allem im Übersteuerungsbereich)
und je nach Frequenzweiche (Steilheit) bekommt der Subwoofer noch das Spektrum
oft bis über 1000 Hz hinaus zur Übertragung. Er überträgt
also nicht ausschliesslich Bass, dadurch lokalisiert man ihn doch. Schließlich
muß er schnell genug sein, um bei der Übergangsfrequenz und
noch eine Oktave darüber mit dem anderen Lautsprecher mitzuhalten.
Das Bild zeigt einen 3000 Euro Subwoofer einer deutschen Edelmarke mit
Membranregelung. Bei 600Hz ist der Pegel um -40 dB geringer, das ist noch
20dB über der Hörschwelle. (Stereoplay9/03) Praktischer Test:
Lassen Sie den Subwoofer allein laufen: Der Subw. ist sofort ortbar. Sie
können oft den gesungenen Text verstehen, bzw mühelos mitsingen. |
| Subwoofer kann man beliebig platzieren | In der Mitte zwischen den Lautsprechern steht ein einzelner Subwoofer
am besten. Steht er außerhalb der Mitte, bekommt diese Seite mehr
"Gewicht". Praktischer Test: Lassen Sie jemand den Subwoofer zwischen
den Boxen verschieben. Hören Sie mit geschlossenen Augen und sagen
Stop, wenn das Klangbild ausgewogen ist. In der Regel weniger als 10 cm
aus der Mitte entfernt...
Stellen Sie den Sub 1 m von der Rückwand entfernt auf, dann gibt es bei 86Hz eine Auslöschung. Der rückwärtige Schall wird dort reflektiert und trifft verzögert wieder beim Subwoofer ein, Mischen, Auslöschen.... Wandnahe Aufstellung ist also sehr wichtig. |
| Subwoofer/Satellitensysteme lösen Aufstellungsprobleme | Interferenz nennt man, wenn Frequenzen sich gegenseitig auslöschen, weil sie sich (von verschiedenen Lautspr.) überlagern. Falsch plaziert kann es hörbar weniger Baß geben ! Wichtig ist der gleiche Abstand zum Sitzplatz des Hörer. Man schlägt einen Kreis um den Sitzplatz, auf diese Linie stellt man alle Lautsprecher. Symmetrie: Der Subwoofer steht direkt vor der Wand, die Satelliten müssen einen größeren Abstand zur Wand haben (auf Ständern). Praktischer Test: Lassen Sie jemand den Subwoofer in Richtung Hörplatz verschieben. Auch bei Pegelausgleich wird der Subwoofer zu früh kommen und das Klangbild dominieren. |
| Subwoofer/Satellitensysteme lösen akustische Probleme | Der Subwoofer vergrößert das Übertragungsspektrum zu tiefen Frequenzen hin und regt nun auch Resonanzen an, die jeder Raum (abhängig von seinen Abmessungen) hat. Eckaufstellung oder vor einer Wand, und/oder am Boden wirkt besonders anregend, daher problematisch. Nur mit einem zusätzlichen parametrischen* Equalizer kann man das in den Griff bekommen. (*regelt die genaue Frequenz, Kurvenbreite und Intensität). |
| Die Satelliten können ganz klein sein, weil ja der größere Subwoofer den Baß macht. | Nur größere Satelliten reichen soweit wie wirklich nötig in den Baßbereich hinein. Wenn ein Saxophon die Tonleiter herunterspielt, wandert es zum Subwoofer oder der Übergangsbereich bekommt Einbrüche. Bei 100 Hz benötigt man mindestens 1,5 Liter Boxenvolumen ! Praktischer Test: Lassen Sie die Satelliten allein laufen und hören eine Männer-Stimme, die nicht in der Mitte steht. Schalten Sie den Subwoofer dazu. Bleibt die Stimme scharf ortbar oder wird sie diffus? |
| Subwoofer-Satellitensysteme klingen genausogut wie größere Einzellautsprecher | Weil selbst Mono können Subwoofer die Stereo-Wirkung der Lautsprecher nicht unterstützen, zusätzlich erhöhen sie den Anteil im Baßbereich, ebenfalls überwiegend Mono. Bei Musik steht der Baß manchmal außen oder im Hintergrund. Kommt der gesamte Baß beider Kanäle aus einem gemeinsamen Subwoofer, wird die Baßlokalisation /information verfälscht. |
| Subwoofer | Da auch ein Subwoofer mit mehr Pegel die Auslöschung in der Mitte des Raum nicht verhindern kann, muß der Hörer bestimmte Punkte im Raum vermeiden, wo der Schallpegel naturgemäß nicht vorhanden ist. (halbe/drittel/viertel Raumlänge). Dasselbe gilt für die Subwooferplatzierung: Mitten im Raum = kein Bass. |
| Die Lösung: | 2 Subwoofer, die links und rechts außerhalb bei den Satelliten
stehen.
Sie wandern soweit in dem Raum (auf der Kreislinie um den Sitzplatz), bis keine Dröhneffekte mehr hörbar sind ! Gegen die Wand strahlend oder auf einem Ständer hochgestellt: Souveränität, Ausgeglichenheit und Raumklang ! |
| Die optimierte Lösung: | 2 Subwoofer, die links und rechts in den Ecken stehen und dort optimal an den Raum ankoppeln. Die Raumresonanzen werden dort maximal angeregt, elektronisch entzerrt. Lesen Sie hier mehr |
| Anschlußmöglichkeiten für passive Subwoofer:
Passive Subwoofer arbeiten in der Regel mit einer eingebauten Frequenzweiche, die den Übertragungsbereich noch oben begrenzt. Da dies mit erheblich geringerer Flankensteilheit geschieht, ist das übertragene Obertonspektrum hörbar größer, das führt dazu, daß der Lautsprecher besser ortbar wird, als er sein sollte. Entweder hat der Subwoofer einen Ausgang zu den Satelliten, dann ist er Teil einen abgestimmten Systems, zu dem bestimmte Satelliten gehören. Oder er hat Pegelanpaßmöglichkeit über verschiedene Rohreinsätze, dann ist er halbwegs universell. Oder er wird parallel zu den Satelliten eingesetzt, die Satelliten haben eine eingebaute Begrenzung zu tieferen Frequenzen. Jetzt stellt sich die Frage, ob die Kabel vom Verstärker zum Sub und dann weiter zum Satellit geführt werden sollen, oder vom Verstärker ein Kabel zum Sub, ein weiteres zum Satellit, das entspricht dem Bi-Wiring-Prinzip und ist vorzuziehen (geht aber nicht, wenn die Weiche für die Satelliten im Suwoofer eingebaut ist) ! Wer einen Subwoofer kauft, möchte ihn auch hören, wenn er leiser ist, als die Satelliten, hört man ihn praktisch nicht. Kurz gesagt, passive Subwoofer sind in der Regel das größte Problem, das sich Endverbraucher von der Industrie andrehen lassen. Einen Ausweg aus der Situation mit unterschiedlichen Lautstärken bietet ein weiterer Verstärker, der nur den, besser die zwei Subwoofer treibt, man dreht am Lautstärkeregler, bis sich Zufriedenheit einstellt. |
Anschlußmöglichkeiten für aktive Subwoofer:
Aktive Subwoofer arbeiten in der Regel mit einer eingebauten Frequenzweiche, die den Übertragungsbereich noch oben begrenzt. Da dies mit erheblich größerer Flankensteilheit geschieht, ist das übertragene Obertonspektrum erheblich geringer, das kommt dem Wunsch entgegen, daß der Lautsprecher nicht ortbar sein soll. Entweder hat der Verstärker einen speziellen Subwooferausgang, der mit dem Signal für die anderen Lautsprecher abgestimmt ist, dann sollte die Übergangsfrequenz am Subwoofer etwa das 1,5-fache betragen, um eine Veränderung der Abstimmung zu vermeiden. Der Anschluß erfolgt mit einem guten Cinchkabel. Oder der Verstärker hat einen allgemeinen Subwooferausgang, ohne Nennung der Übergangsfrequenz, jetzt sollte der Subwoofer nach Gehör um 100 Hz oder tiefer mit den Hauptlautsprechern abgestimmt werden. Eventuell muß die Phase (Polarität) gewechselt werden. Das ist auch zu prüfen, wenn der Subwoofer nicht denselben Abstand zum Hörer hat wie die anderen Boxen. Ein Subwoofer mit variabler Phase ist ideal, er läßt eine optimale Anpassung zu. In vielen Fällen bringt ein Lautsprecherkabel von den Hauptlautsprechern oder vom Verstärkerausgang in den Hochpegeleingang das bessere Ergebnis. (Auch wenn in der Bedienungsanleitung etwas anderes steht, das bezieht sich auf die Verluste und Anpassungsprobleme mit den passiven Bauteilen der Frequenzweiche und die zusätzlichen Kabel). Der Übergang vom Hauptlautsprecher zum Sub wird homogener, weil der Verstärker mit den Lautsprechern eine Wechselwirkung hat (Gegenkopplung), an die sich der Subwoofer mit dranhängt. |
| Ein Baßlautsprecher mehr hat noch nie geschadet. Vorausgesetzt, er strahlt phasengleich (erreicht die Ohren gleichzeitig) mit den anderen Lautsprechern. Der Spaß nimmt zu, je mehr Tiefe und Kick da ist. Spezielle Abstimmungen in Form von aktiven Subwoofern sind teurer und meist besser. Daß auch Bässe ortbar sind (Obertonspektrum), steht ein einzelner Baß am besten hinterm TV. Wenn die Mittenaufstellung nicht möglich ist, stellt ein zweiter Subwoofer die Balance wieder her. Da die abstrahlende Fläche größer wird, ist der Baß souveräner, druckvoller, echter und regt eventuell Raumresonanzen weniger an als ein einzelner. Wer sagt, daß Subwoofer nur vorn stehen dürfen ? Ausprobieren, ein dritter oder vierter dürfte auch hinten stehen. Kann die Kreisperipherie nicht eingehalten werden, muß mit unterschiedlichem Abstand und/ oder Verpolen experimentiert werden, damit man keine Frequenzgangeinbrüche bekommt. Da die genormte Übergangsfrequenz von 80 Hz eine Wellenlänge von 4,30 m hat, beträgt die halbe Wellenlänge 2,15 m bei Übernahme. Daraus folgt, daß ein Abstandsunterschied von 1 m etwa eine Viertelwelle Versatz ausmacht und nicht durch Umpolen (=1/2) ausgeglichen werden kann. Die perfekte Plazierung ist also schwierig, sobald man von der Kreisperipherie abweichen muß. Vorläufige Textversion - Wiederholungen sind arbeitstechnisch bedingt! | Allgemeine Vorschläge für Subwoofer:
Stellen Sie den Subwoofer dort auf, wo er gut klingt (Raumresonanzen), und dann orientieren Sie die Satelliten nach der Kreis-Regel um Ihren Sitzplatz. Ein zweiter Subwoofer ist generell ein Gewinn. In der Raumecke ist die Ankopplung an den Raum am besten. Meiden Sie Raumecken, wenn die Raumresonanzen zu heftig kommen und stellen den Sub auf Spikes oder spezielle Füße. Passive Subwoofer müssen mit festen Kabeln an den Verstärker angeschlossen werden; wenn sie die Weiche für die Satelliten enthalten, legen Sie zu diesem ein solches Kabel parallel, wie es zu den Satelliten weiterführt.
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| Wenn man den Subwoofer einpegelt, taucht das nächste Problem auf:
Die Einpegelung. Experten stellen 6 dB, Laien 12 dB zuviel ein, daß
man den Subwoofer hört. Richtig ist es , wenn man ihn gerade nicht
mehr dominant hört.
Wenn nun die Gesamtlautstärke steigt, wird der Subwoofer lauter wahrgenommen, bei kleinerer Lautstärke verschwindet er aus der Wahrnehmung völlig. Das liegt an der Hörphysiologie, der Charakteristik des Ohrs, das Blut in den eigenen Adern nicht zu hören, Sprache über große Distanz dennoch zu verstehen und das Rauschen der Luftmoleküle nicht wahrzunehmen (außer, man schirmt das Ohr mit einem Glas oder einer Muschel ab, dann hört man es wieder rauschen). Die Kurven gleicher Lautstärke (nach Forschungsergebnissen von Fletcher/Munson um 1940) zeigen, daß das Ohr bei 70 Phon Lautstärkeunterschied im Mittenbereich nur 20 im Bass wahrnimmt. Dreht man alles leiser, verschwindet der Bass. Für diesen Konflikt gibt es noch keine technische Lösung, es müßte ein frequenzabhängiger Kompressor sein, der den Subwoofer der Ohrcharakteristik anpaßt. Die Frequenzen bis 500 Hz sind davon betroffen, das verkompliziert den Übergang, auch der Satellit müßte hier geregelt werden... |
Kurven gleicher Lautstärkeempfindung |
| Subwoofer | passiv | Preis
Euro |
| ESL 300 | 125.- | |
| ELAC Movie Bass 120 | 248.- | |
| JPW Subwoofer | 248.- | |
| Mission -2-Subwoofer-Set | 298.- | |
| B&W Acoustitune Subwoofer | 298.- | |
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| Subwoofer aktiv | mit eingebautem Verstärker | |
| Hausmarke | 25cm Langhubbass Downfire ähnlich Abbildung
mit Aktivelektronik im 40cm Würfel |
150.- |
| Polk | 448.- | |
| Mission 73AS/75 AS | 798.- | |
| Boston CR400 | 498.- | |
| Boston VR500 | 798.- | |
| Energy EPS100 | 798.- | |
| Tannoy | mit straffem 38cm Bass - kernig! | 898.- |
| Sunfire | 1498.- | |
| Sunfire | 1998.- | |
| Sunfire | 2498.- | |
| REL Stadium | 1498.- | |
| Statt Subwoofer: Körperschallwandler | Bodyshaker ca.euro 40
(aktueller Preis auf der Seite Bodyshaker) |
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| Audio Control Phase Coupled Activator | - das Gerät zur Tiefbaß-Regeneration
- mit aktiver Frequenzweiche euro 599.- |
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| Spikes Audio Selection | Ankopplung/Entkopplung zum Boden 3 Stück euro24.- | |
| Spezialaudiokabel für aktive Subwoofer | berücksichtigt Frequenzband und Mikrofonieeigenschaften von Kabeln. Ungeahnt kraftvolle und satte Basswiedergabe - wie wir es lieben ! 1m stereo euro 69.- 5m:149.- 10m : 228.- | |
| Spezialadapter für aktive Subwoofer | Am Subwoofer werden von einem Kabel beide Eingangsbuchsen belegt, bewirkt mehr Pegel mit demselben Signal | ![]() |
| Y-Spezialadapter für aktive Subwoofer | Verzweigt am Subwooferausgang des Decodervorverstärkers zu 2 Kabeln
für 2 Subwoofer.
Euro 6.- |
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| Umschalteinheit für Subwoofer | Umschalteinheit für Subwoofer - es werden 2 Subwoofer angeschlossen.
Eingang 1 aus dem Dolby Digital .1 Ausgang mono wird auf beide Subwoofer
gleichberechtigt verteilt (Pegelunterschiede können am Subwoofer eingestellt
werden). Eingang 2 dient zum Anschluß an die Verstärkerausgänge
parallel zu den Hauptlautsprechern für die Stereobetriebsart. 2 Subwoofer
werden von 2 Kanälen angesteuert.
Fur beide Bereiche können mit den Pegeleinstellern am Schaltkästchen die Anpassungen der Lautstärke schnell vorgenommen werden. Mit diesem Kästchen schafft man das Spagat, 5 Lautsprecher für Heimkino lauter und 2 Lautsprecher für Stereo zurückhaltender einzupegeln, dabei die Stereotrennung im Bass beibehalten. Euro 80.- |
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| FL-electronic / Neuklang Mühlenpfordtstr.5
38106 Braunschweig Tel.: 0531 / 342155 Fax: 0531 / 344900 E-Mail: info@FL-electronic.de |
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